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bilden, an deſſen Ufern Ummerapura lag. Zahl⸗ loße Bobte ruderten umher. Um 12 Uhr kamen wir in den Kanal welcher den Fluß mit dem See Taun⸗ ſimahn verbindet, an deſſen ufer die Suͤdſette von Ummerapura floͤßt. Nahe bei dem Dorſe Taun⸗ ſimahn, dem Forte gegenuͤber, war ein Haus fuͤr uns errichtet, und am Ufer empfing uns der May⸗ wahn von Pegu und Baba⸗Schihn. Im Hauſe fanden wir den Gouverneur vvn Bamu, einer Pro⸗ vinz, welche an China graͤnzt. Wir ſetzten uns auf Derpiche und unterhielten uns vorzüglich uͤber die Geographie von Europa, welche der Gouverneur von Bamn ſehr begierig anzuhoͤren ſchien. Mit der hoͤfli⸗ chen Aufnahme war ich ſehr zufrieden. Als mir die Aeuſſerung gemacht wurde, es waͤre nicht Sitte, daß ein Geſandter vor ſeiner Audienz ausginge, und ich daher die Guͤte haben moͤchte, nicht uͤber den See zu fahren, noch meinen Leuten es zu erlauben, dankte ich fuͤr den Rath und verſprach, das Herkommen zu be⸗
folgen. Auch iſt es gebraͤuchlich, einem fremden Ge⸗
ſandten bis zu ſeiner Audienz die Stadt zu ver⸗ ſchließen.
Meine Wohnung war ein geraͤumiges, ein Stock⸗ werk hohes Haus, etwas beſſer, als gewoͤhnlich ge⸗ baut. Es hatte zwei große Stuben und eine offene Hale; die Waͤnde waren aus Bambusmatten und das Dach hatte die Form, welche die adelichen Wohnun⸗ gen auszeichnet. Dr. Buchanan und Hr. Wood


