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Birmanen immer ein Zeichen von Werthe iſt, ſo braucht man es doch nicht als Geld, ſondern zum Schmucke fuͤr die Weiber, zu Dhrenringen und Ge⸗ raͤthe fuͤr die Maͤnner. n5
Um 2 Uhr Nachmittags kamen wir nach Jaͤh nan⸗ geum, dem Steinoͤlbach. Die bekannten Steinoͤl⸗ guellen, welche das ganze Land und einen Theil von Indien verſehen, liegen s Meilen entfernt. Der Voden umher hat die Kraft zu verſteinern. An der Muͤndung des Fluͤßchens bei der Stadt lagen viele große Poote, um Steinoͤl einzunehmen. Das Del batte einen ſehr widerlichen Geſchmack.
Den s. Juli kamen wir zur großen Stadt Sil⸗ lanvya, welche ihrer Seidenmanufacturen wegen be⸗ ruͤhmt iſt; ſie ſelbſt iſt artig und hat mehrere Tem⸗ vel; der Boden it ſchlecht, aber das Vieh ſchoͤn. Die Crotolaria juncea wachst hier wild, und wurde guten Hanf geben.
An dem Fluſſe Fu⸗wa, welcher ſich in den Ira⸗ waddi ergieß?, liegt die Stadt Ju⸗miaw, welche wie die umliegende Gegend von einem Volke Ju be⸗ wohnt wird. Die Birmanen ſchilderten dieſe Leute haͤßlich, mit haͤngenden Baͤuchen und weißen Zaͤhnen. Die Birmanen faͤrben naͤmlich durchgaͤngig ihre Zaͤhne, Augenwimpern und den Rand der Augenlieder ſchwarz. Die Ju ſind Unterthanen der Birmanen, haben
dieſelbe Religion und ſprechen einen birmaniſchen Dialett.


