Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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s Fuß lang und s breit, mit einem hoͤlzernen Dache gegen den Regen. Er ſollte, wie der Stein zu Pua⸗ dang, ein Abdruck des Fußes des Gaudma(Budh) ſeyn; ein dritter iſt bei Membu. Die Flaͤche des Fußes iſt mit vielen Hieroglyphen bedeckt, zwei ver⸗ ſchlungene Schlangen bilden die Ferſe und s Schnecken die Zehen; das Ganze ſoll eine Vorſtellung der Schoͤ⸗ pfung ſeyn. Wegen eines aͤhnlichen Abdruckes in Cey⸗ lon glauben die Voͤlker beider Laͤnder, daß Gaudma

mit einem Fuß auf dem feſten Lande und mit dem

andern auf Ceylon geſtanden habe. Ich ließ den Stein genau abzeichnen.

Waͤhrend unſeres Aufenthaltes in Miadaͤh fanden wir wenig Bemerkenswerthes. Unſere Erſcheinung zog die Vornehmen von 20 Meilen in der Runde her⸗ bei. Oft kamen zehen verſchiedene Geſellſchaften an einem Morgen; oft erſchienen Weiber allein, und, wie uͤberall, ſo waren ſie auch hier neugleriger und lebhafter, als die Maͤnner.

In der huͤbſchen Stadt Longi langten wir den 2aſten an. Wir beſuchten ein Kloſter, wo ſich der Prior ſehr uͤber unſere Kleidung wunderte. Er uͤber⸗ reichte mir ein Papyrusblatt, auf welchem mit einem Griffel eine fromme Ermahnung geſchrieben war, um mich dabei an Schodagonga Siridah(welches wahrſcheinlich ſein Titel war) zu erinnern. Er fragte warum der Doector nicht auch einen rothen Rock, wie