Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22⁵

den großen Fluß, wo wir beilegten. Am andern Tage erreichten wir den Maywuhn, welcher uns erwartete und mit einem verbindlichen Gruß, Milch, Reis und Fruͤchte ſchickte. Bei verſchiedenen Prtſchaften und Staͤdten vorbeigefahren, ankerten wir den 4. Juni bei Kium ſik(dem Ktoſter der Treppen). In dieſem ſtanden zwei Dempel von mäßiger Hoͤhe, aber von der Spitze bis zum Fuß vergoldet. Eine Menge Kloͤſter liegen in der Nachbarſchaft, und die Rhahaaus gingen neugierig an dem Ufer umher. Kiumſik iſt gut ge⸗ baut und hat einige zierliche hoͤlzerne Bruͤcken.

Den naͤchſten Abend landeten wir bei Grapiſik (Sardellenhaſen, von dem daſelbſt betriebenen betraͤcht⸗ lichen Händel mit dieſen Fiſchen benaunt). Bei Meya⸗ haun, ſonſt Sunzae⸗ einer in birmaniſchen Kriegen beruͤhmten Stadt, ſahen wir uͤber 200 große Boͤte. Von hier famen wir bei Tirrup⸗miau(der

chineſiſchen Stadt) vorbei, wo wir deutlich den Anau⸗ peotau⸗miau: die Gebirge, welche das Land von Arrakan trennen, erkennen konnten. Bei der Fahrt nach Piinggi bemerkte ich die ſonderbare Art, wie die Ruderknechte das Boot mit Stangen weiter ſchaf⸗ ſen; ſie ſtaͤmmen naͤmlich nicht die Schulter gegen die Stange, ſondern die Halsmuskeln uͤber dem Schlüſ⸗ ſelbein; hievon kommt es, daß alle hohe Schultern zu haben ſcheinen. Die Staͤdte Piing⸗ gi und Sa⸗ ladan fuͤhren eine anſehnliche Menge Bauholz nach Rangubn. J