Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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an iſt 361 Fuß, und von der obern Terraſſe 331 Fuß. Im ſuͤdweßlichen Winkel der vbern Terraſſe ſind zwei ſchoͤne Prieſterwohnungen(Kiuhms), ganz von Hol, aber ſchon geſchnitzt, vergoldet und lakirt. Einige Bilder von Gaudma, dem oberſten Gotte der Birma⸗ nen, lagen umher.

In jedem Winkel der obern Terraſſe ſteht ein 67 Fuß hoher Dempel, im Kleinen dem großen Schoma⸗ dutempel aͤhnlich. Vor einem von dieſen ſtehen vier ſteinerne gigantiſche Bilder des Pallu(boͤſen Gei⸗ ſtes), halb Menſch, balb Thier, ſitzend und jeder mit einer großen Keule bewaffnet. Er ſcheint der Rakuß der Indier zu ſeyn und ſtellt den Waͤchter des Tempels vor.

In der Mitte der Oftſeite ſtehen unter einem ver⸗ goldeten Sonnenſchirm zwei menſchliche Geſtalten. Die eine ſtehende, ein Mann mit einem Buche und einer Schreibfeder in der Hand, heißt Thaſiami, der Aufteichner der menſchlichen Tugenden und Laſter, die andere iſt ein knieendes Weib, Maſumdera, die Beſchuͤtzerin der Welt bis an ihr Ende; aber dann wird die Welt von ihr zeräoͤrt werden.

In einem kleinen, ſteinernen Hauſe enthaͤlt eine Marmortafel ein Verieichniß der Geſchenke, welche die Pilgrime gebracht haben. Eine lange hoͤlzerne Huͤtte dient zum Aufenthalte der fremden Pilger. Jeder ankommende geht zuerſt an die Nordſeite, wo drei große Glocken haͤngen, und ſchlaͤgt mit einem

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