Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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gebracht wurden, verloren bald alle Furcht, außer vor DUnternehmungen gegen ihre Keuſchheit, welche ſie mit unermüdeter Sorgfalt bewachten. Nach Ueberwin⸗ dung der erſten Furcht wurden ſie zutraulich, plau⸗ derten dreiſt, und ergotzten ſich unbeſchreiblich, als ſie ſich im Spiegel erblickten. Sie liebten den Ge⸗ ſang und ſangen zuweilen im klagenden, zuweilen im lebhaften Tone; auch tanzten ſie oft behende uͤber das Verdeck, mit den Ferſen an den Hintern ſchlagend. Sie verabſcheuten Wein und geiſtige Getraͤnke, liebten aber deſto mehr Reis, Fiſche und Zucker. Als ſie nach einigen Wochen wieder kraͤftig geworden, denn ſie waren vorher halb verhungert, wurden ſie der Skla⸗

verei mäde, ſprangen Nachts in das Meer und ſchwam⸗ men nach einer benachbarten Inſel.

Die wentgen Geräthe der Einwohner ſind aͤußerſt roh bearbeitet. Ihre vorzuͤglichſten Waffen ünd: ein Bogen von 4 6 Fuß Laͤnge, mit einer Sehne aus

Holzfaſern oder Bambus⸗Splittern und Rohrpfeile

mit Fiſchgraͤthen oder hartem Holze zugeſpitzt. Keber⸗ dies tragen ſie einen Speer von hartem Holze und einen Schild von Rinde zur Vertheidigung gegen ihre Feinde. Ihre Speiſen werfen ſie auf Kohlen und ver⸗ zehren ſie halb gebraten. Ihre Hauptnahrung beüeht in Fiſchen, doch verabſcheuen ſie Eidechſen, Iguanas, Ratten und Schlangen nicht. Voͤgel findet man in kleiner Anzabl, auch werden ſie ſelten gefangen. Ihre vegetabiliſchen Speiſen beſtehen in den wilden Pro⸗ 75. Bd. Indien. II. 2. 7