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weißem Marmor. Die mittlete Kuprel iſt groͤßer, als die uͤbrigen. Dieſes Grabmal iſt noch weit ſchoͤ⸗ ner und verſchwenderiſcher erbaut, als das Aebars, denn betrachtet man es am gegenſeitigen Ufer, ſo geben ihm die Vollkommenheit ſeiner Beſtandtheile, und die Trefflichkeit der daran gewendeten Kunſt, einen Grad von Schoͤnheit, welchen nichts uͤbertrifft, als ſeine Erhabenheit, Groͤße und Pracht im Allge⸗ meinen. Der ſchlechteſte Beſtandtheil des mittleren Gebaͤndes iſt weißer, und die Verzierungen vielfar⸗ biger Marmor ohne Glimmer⸗Theilchen. Das ganze ſcheint eine hoͤchſt vollkommene Perle auf himmel⸗ blauem Grunde. In den Garten, wo dies herrliche Gebaͤude ſteht, kommt man von der Gegen⸗Seite durch ein großes jierliches Thor von rothen Quader⸗ ſteinen und erſteigt eine hohe Treppe in dem Garten. Daſelbſt beſinden ſich Springbrunnen, die ſich aus einem viereckigten Becken von weißem Marmor er⸗ gießen. Der Garten und Springbrunnen wird auch beute noch gut unterhalten, indem Ländereien zum Unterhalte des Gebäudes ausgeſetzt ſind. Das Grab befindet ſich in einem untern Zimmer des großen Ge⸗ baͤudes. Dajeh Mahels Leichnam liegt in einem Sarkophage von weißem Marmor, im Mittelpunkte des Gebaͤudes. Dicht daran enthaͤlt ein Sarkophag den Leichnam ihres Gemahls Schach Jehan. Sieben Koß von Agra liegt Gougaut; fuͤnf Meilen von Gougaut weſtlich auf einer weiten Ebene


