Wilhelm Hodge's Reiſe durch Oſt⸗ Indien, während der Jahre 1780— 83. Aus dem Engliſchen.
I. Pnnbebe Küſte hat einen ebnen, nie⸗ drigen, ſandigen Boden, und um Madras erhebt ſich derſelbe ſo ſanft und leiſe uͤber die See, daß der Fremde in Staunen ſtehend, nicht eher Land und See unterſcheiden kann, bis ſich dem Auge desſelben die Ge⸗ genſtaͤnde darbieten, die ſich am ufer zeigen. Schoͤn iſt der Anblick der engliſchen Stadt, die ſich innerhalb der Feſtung St. Georg erhebt, von der Seeſeite. Die Haͤuſer, mit Gyps uͤberzogen, gleichen marmornen Palaͤſten; Saͤulengaͤnge, offne Hallen und platte Daͤcher ſind ihre Zierde. Die Luft iſt rein, der Him⸗ mel hell, heiter, wolkenleer. Die Einwohner, ur— ſpruͤnglich Hindus, ſind zart gebaut, haben feine zarte Haͤnde, und ſind von Mittelgroͤße. In ihren Sitten zeichnet ſich aus Milde, Ruhe und Aufmerk⸗ ſamkeit, welche letztere ſo ſtark iſt, daß, wenn Je⸗ mand ſpricht, ſie nicht eber reden, als bis er völlig


