Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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peſondern Befehlshaber hat. Die Laͤndereien gehoͤren demjenigen, welcher ſich die Muͤhe zu ihrem Anbaue nimmt.

Der Malegaſche kennt weder Schlot noch Riegel. Seine Mahlzeit beſieht in ſehr weißem, mit Fleiſch⸗ oder Fiſchbruͤbe befeuchteten und wohlgekoch⸗ ten Reis. Dieſes einfache Gericht wird auf Blaͤtter von Raven geſetzt, welche zugleich auch die Stelle von Loͤffeln und Schuͤſſeln vertreten. Der Malega⸗ ſche kocht entweder ſein Fleiſch, oder roͤſtet es auf Kohlen. Auch dienen ihm eine Menge, zum Theile in Europa unbekannter Voͤgel, und eine Art außer⸗ ordentlich großer Fledermaͤuſe, deren Fleiſch wohl⸗ ſchmeckender, als unſer beſtes Huͤhner⸗Fleiſch iſt⸗ zur Saͤttigung. Die See liefert Goldkarpfen, Zun⸗ gen, Sardellen, Haͤringe, Makrelen, Auſtern⸗ Krab⸗ ven und Schildkroͤten. Die Fluͤſſe geben nebſidem noch vortreffliche Aale und Muſcheln. Viele von die⸗ ſen Fiſcharten ſind jedoch vor ihrer Zubereitung ſorg⸗ faͤltig zu unterſuchen, weil ſie giftig ſind.

Der Theil von Madagaskar, in welchem ſich das Fort Dauphin befindet, iſt gut bevoͤlkert. Faſt alle Doͤrfer liegen auf Anhoͤhen, und ſind mit zwei Reihen ſtarker Palliſaden zu ihrer Vertheidigung umgeben. Die Wohnung des Pberhauptes heißt Donack, und beſteht aus 3 4 Huͤtten, welche das⸗ ſelbe mit ſeinen Weibern und Kindern bewohnt. Stlaven wachen Tag und Nacht an den Sbuͤnen.