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Den Weibern, welche den Feuer⸗Tod leiden, ſchreibt das Geſetz die Seligkeit zu.
Bei Verheirathunsen muß der Sterndeuter zuerſt nach der Uebereinſtimmung der Geſtirne ſehen, in welchen Braut und Braͤutigam geboren ſind. Sind dieſe guͤnſtig, ſo erhaͤlt die Braut den Brautſchatz, indem alle ihre Freunde und Bekannte zuſammen ge⸗ rufen werden. Sie legen nun auf eine hoͤlzerne Schuͤſ⸗ ſel Kleider und den Brautſchatz; auf andere Schüſſeln legen ſie Blumen und Mehl von Sandelholz, Baum⸗ Früchte, Kokosnuͤße und Betel⸗Arek. Alle dieſe Schuͤſſeln tragen Knaben und Maͤdchen auf den Haͤuptern, und der Zug beginnt nun unter muſikali⸗ ſcher Begleitung. Die Eltern der Braut berathſchla⸗ gen ſich wegen der Ausſtattung und wegen der Be⸗ dingungen, welchem Sohne, oder welcher Tochter unter ihren kuͤnftigen Kindern dieſelbe zufallen ſoll. Iſt dieſes geſchehen, ſo wird den Freunden ein Mahl bereitet, und der Tag der Hochzeit beſtimmt. An dieſem Tage werden gleichfalls die Geſtirne befragt, und im Hofe des Hauſes wird eine Saͤule unter vie⸗ len Zeremonien aufgerichtet, vor welcher die Trauung vollzogen wird. Vor dem Hochzeit⸗Hauſe wird nun ein Zelt aufgeſchlagen, welches ſehr ausgeſchmuͤckt iſt. Sieben Jungfrauen muͤßen in demſelben Reis kochen. Prieſter und gelehrte Bramanen kommen und verrich⸗ ten mit ihren Gebetsformeln ein Feueropfer zur Ehre
der Goͤttinn des Feuers. Auch beten ſie den Biruma


