Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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den St. Thomas⸗Berg, welcher eine Stunde von Madras liegt, und dem Groß⸗Mogul gehoͤrt. Als die Portugieſen zuerſt nach Ind ien gekommen ſind, und zu Maleiapur(welches ſie in der Folge St. Thomas nannten), eine Feſtung erbaut hatten, wurde dieſer Berg dem roͤmiſch⸗katholiſchen Biſchof dieſes Landes geſchenkt. Auf dieſem Berge, auf wel⸗ chem der h. Thomas ermordet worden ſeyn ſoll, ließ der Koͤnig von Portugal eine Kirche erbauen, zu welcher eine Lreppe fuͤhrt. Am Fuße des Berges haben ſowohl malabariſche, als portugieſiſche Chriſten Haͤuſer erbaut. Pbgleich ſpaͤter die Mohren die genannte Feſtung zerſtoͤrt haben, ſo verſchonten ſie doch die Kirche, und erlaubten dem Biſchofe, hier wohnen zu bleiben

Was die Religion der Malabaren betrifft, ſo glauben ſie: daß von dem einzigen hoͤchſten Weſen Barabiruma die Goͤttin Tſchaddi entſprungen ſey. Von dieſer Tſchaddi kamen die drei Goͤtter Biruma, Wiſchnu und Ruddirer, welche Di⸗ rumurtigoel genannt werden. Von Biruma ſind die 224 Buganangoͤl(die Sphaͤren aller Wel⸗ ten und Himmel) und deren Beherrſcher entſprungen. Von ihm ſind auch die vier Geſetzbuͤcher und die ſechs Saſtirangoͤl, welche von den Lehren in den vier Geſetzbuͤchern handeln.

Die Verrichtungen der Bramanen ſind nach dem Geſetze folgende: Vor dem Aufgang der Sonne