hinterließ der Miſſionaͤr einen Brief zur BVekeh⸗ rung der Heiden. Am folgenden Tage kamen ſie innerhalb 4 Meilen aus dem Gebiete von Tanjour, nachdem ſie 30 Rthlr. Zoll hatten geben muͤſſen, waͤh⸗ rend ſie in dem Lande Mogul freien Durchgang hat⸗ ten. Ueber viele Fluͤſſe kamen ſie zur großen Stadt Tſchilambaran, welche ein großes Käſtel mit 4 Thuͤrmen hatte, und Abends zur großen und ge⸗ raͤumigen Stadt Porta Nova(auf malabariſch: Pirenki Patei), Den dritten Tag kamen ſie zur engliſchen Stadt Kudelur, und zu dem Fort St. David, und wurden gut aufgenommen. Unſer Miſ⸗ ſionaͤr ſprach mit den Malabaren wegen der chriſt⸗ lichen Religion bis in die Nacht.
Den fuͤnften Dag kamen ſie zur franzoͤſiſchen Stadt Budutſcheri, dem Hauptſitze der franzoͤſiſchen Miſſionaͤre. Den ſechsten und ſiebenten Tig fuͤhrte der Weg durch Wildniſſe, den achten durch viele Doͤr⸗ fer zur volkreichen Stadt Sadraspatnam mit einer holländiſchen Faktorei. Drei Stunden verkuͤn⸗ digte Ziegenbalg das Wort Gottes, und uͤber⸗ nachtete dann bei Bramanen. Den neunten ka⸗ men ſie zu vielen Doͤrfern, und uͤber St. Thomas den zehenten nach Madras, einer ſehr großen und volkreichen Stadt.
Tranhuebar, chemals ein kleiner Flecken, er⸗ wuchs, ſeitdem es eine däniſche Kolonie geworden, zu einer feinen Stadt mit einem Kaſtelle. Sie iſt


