Abend am Fluſſe zu ſitzen oder ſpazieren zu gehen; doch haben die vornebmern Damen Waͤchter in der Naͤhe, wenn ſie hier ein Concert anhoͤren. Viele trugen einen duͤnnen, weißen Schleier, waren aber vft ſo guͤtig ihn zuruckzuſchlagen, damit Carne ihre Schoͤnheit bewunderte, welche außer geſunder Ge⸗ ſichtsfarbe, ſchwarzen Augen und Haar nicht ausge⸗ zeichnet war, oder weil ſie Kuͤhlung genießen wollten. Man ſieht hier Freudenmaͤdchen unverſchleiert in Ge⸗ ſellſchaft mit Freundinnen reiten; jedoch haben ſte ſtets zum Schutz einen maͤnnlichen Begleiter.
Viel Lurus herrſcht in dieſer Genußliebenden Stadt. Drangen, Citronen und Aprikoſen werden hier trefflich eingemacht. Aber votzugliche Sorgfalt widmet man hier den Roſengebuͤſchen, welche einen Raum von 3 Meilen einnehmen. Nie hat Carne koſlicheres Gebaͤcke gegeſſen, als in Damascus von nichts, als Roſenblaͤttern.
Ueberaus groß iſt der Bazar fuͤr die Caravnnen, hat bohe Raͤume auf Pfeilern, und in der Mitte ein nen großen Springbrunnen. Eben ſo ſchoͤn und raum⸗ lich iſt die große Moſchee. Bei aller Pracht des It⸗ nern der Haͤuſer, ſieht man nach der Gaſſe hin nichts als Mauren. Die durch die Stadt ſtroͤmenden Baͤche, welche mit Baͤumen beſchattet ſind, geben bier viele Kuͤhluns, und eben ſo viele Bequemlichkeiten bieten die bohen Bruͤcken mit Polſtern zur Seite an. Vor einem Thore fließen bis s Baͤche zuſammen und b


