Teil eines Werkes 
4. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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mannes vom kuͤnftigen Paradieſe nicht ſo ſehr, als die Houris mit unſterblicher Schoͤnheit.

Waͤhrend des Bairamsfeſtes ſah Carne ſechs junge Türken, bedient von drei Janitſcharen, mit Gewand⸗ beit den Djerid werfen⸗

Dft bewunderte er die herrliche Lage und den dich⸗ ten Schatten der Caffeehäuſer in den Vorſtädten. Bei einem ſolchen Hauſe waren eine Menge kleiner, bun⸗ ter und weichgevolſteter Karren mit Teppichen belegt, in ſolchen ſtreckten ſich die Tuͤrken nach Bequemlich⸗ keit aus und ſchoben ſich mittels einer Stange belie⸗

big vorwaͤrts. Das Wetter war ſehr heiß und Ca

nes Pfad fuͤhrte ihn uͤber den groben Begraͤbnißplatz auf der Spitze des Huͤgels, beſchattet von hoben Cy⸗ preſſenbaͤumen. Die ſchmalen Grabſteine von 4 bis 5 Fuß Hoͤhe. mit einem Turban auf der Spitze mit ver⸗ goldeten Inſchriften, waren, da der tuͤrkiſche Geſchmack überall gerne Gold erblickt, vft mehr oder weniger ver⸗ goldet. Sparſam erblickte man hier und da ein ſitzen⸗ des Frauenzimmer, welches am Grabe eines Gatten

oder Sohnes trauerte; aber ihr Schmeri erpreßte keine

und ihr bleiches Antlit hatte etwas Geiſtermä⸗ iges.

Als er dieſen Hügel hinabſtieg, betrat er einet kleinen Hain mit Gruppen von Tuͤrken, welche im Schatten, unter Gezelten ſaßen, rauchten, ſprachen, oder ſich von irgend einem Gaukler in froͤhliche Laune verſetzen ließen. Das Ganie glich einem Amphithes⸗