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ges Schickſal, die Griechen ſterben geſehen. Kein anderes Volk iſt ſo gewandt in der Geſchicklichkeit, das Haupt vom Rumpfe zu trennen, als die Muſel⸗ Maͤnner. Nach ihrer Weiſe pflanzten ſie das abge⸗ ſchlagene Haupt zwiſchen den Knieen des Gemordeten in aufgerichteter Stellung auf der Straße auf. Etwas beſſer behandelte man die Griechinnen. Wenn ſie aber irgend eine Schoͤnheit beſaßen, ſo mußten ſie als Sklavinnen der tuͤrkiſchen Wolluſt im Harem dienen, indeß ſich um die minder ſchoͤnen Frauen Niemand bekuͤmmerte.— In verſchiedenen Magazinen der eng⸗ liſchen Kaufleute in Smyrna traf man Frauenzim⸗ mer von jedem Range, Alter, Reizen und Geweirbe, welche ſich gluͤcklich ſchaͤtzten, den Moͤrdern entriſſen iu ſeyn, aber nicht wagten, ihren Aufenthalt zu ver⸗ laſſen, und welche taͤglich Nahrung von ihren Be⸗ ſchützern empfingen. Die Meiſten trugen ein weites Kleid und einen dichten weißen Schleier, welcher den obern Theil des Geſichtes bedeckte. Ihre auffallende Bläſſe mit den dunkeln durchdringenden Augen gab ibnen ein geiſtermaͤßiges Anſehen.
Der Auslaͤnder ſieht immer gerne die Tuͤrken in ihrer mannigfaltigen Kleidung. Ihre außere Bil⸗ dung darf man ſchoͤn nennen und ſie wird durch ihre prachtvolle Kleidung, beſonders waͤhrend des Beirams, erboben. Ihre Geſichter pflegen niemals oval zu ſeyn. Ihre dicken Augenbraunen bedecken ein volles, rundes, dunkles Augez die Raſe iſt gerade, das Kinn rund,


