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ſeille nach Pera bei Conſtantinopel von acht⸗ zehn Tagen traf den Reiſenden nur die Unannehm⸗ lichkeit einer Windſtille von vier Tagen, nachdem man die Inſel Sardinien aus dem Auge verloren hatte. Als am fuͤnften Tage ein friſcher Wind erfreute, war die Seekrankheit und das Unbehagen waͤhrend der Windſtille verſchwunden, und Carne erblickte More⸗ as Kuͤſten und an einem folgenden ſchoͤnen Abend lag ihm die freundliche Inſel Zea und ihre griechiſche Hauptſtadt mit weißen Haͤuſern und flachen Daͤchern zur Seite. An ſeiner linken Seite erblickte er das griechiſche, romantiſche, unfruchtbare Hochland hinter deſſen Bergen die Sonne glaͤnzend unterging. Die Doͤmmerung iſt in die ſem Klima kuͤrier, als im noͤrd⸗ lichen Suropaz zwar ſind die Farben des abendlichen Untergangs der Sonne zarter und ſanfter gemiſchtz verſchwinden aber um ſo ſchneller. Die griechiſchen Vorgebirge Colonna und Negroponte lagen ſebr boch und die niedrigen Huͤgel hatten ſchoͤne Waldung⸗ indeß die Spitzen des Gebirgs mit Schnee bedeckt wa⸗ ren. Weiterhin erblickte er erſt Mitylene, dann Jpſara, nachher Senedos und Trojas altes Ge⸗ biet. Gegen die Zeit des Einlaufens in die Meerenge der Dardanellen bielt ſich das Schiff dem Ufer von Aſien nahe. Ein paar andere Schiffe ſegelten ihm voraus, als es ein Kanonenſchuß erinnerte, daß bier kein Friede herrſche. Eine tuͤrkiſche Fregatte be⸗ fahl dem Schiffe, auf dem Carne fuhr, ſich nahe an


