235 der Effendi, der Vezier, unter ihren eslinderformigen Turbanen und pytamidenfoͤrmigen Muͤtzen hatten große iwpoſante Geſichtszuͤge; bald ſah man ſie auf Tepi⸗ cben oder Divans den langen, bis auf die Bruſt her⸗ abdaͤngenden Bart ſtreichen, bald auf einem arabiſchen Renner, deſſen vergoldete Zuͤgel ein Stulmeiſter hielt, langſamen Schritts wie in einem Triumphzug durch die Straßen reiten. Hier gingen Janitſcharen voruͤber, die als Kopfbedeckung den Aermel Beſchik⸗ taſchs, ihres Patrons, trugen; dort aſiatiſche Ban⸗ den mit ihren langen Luntenflinten, deren grobe Kolben mit der Axt zugehauen waren. Der Drient ſand noch da in der bunten Pracht ſeiner Gewaͤnder wie zu erxes Zeiten. Vormals war der Franke de⸗ muͤthig, er zitterte vor den Hunden und den Schuͤ⸗ lern der Moſcheen, und wenn die berühmten Mlaw⸗ keſel mit ihren drohenden Loͤffeln voruͤbergetragen wurden, blieb er ehrfurchtsvoll ſtehen und kreuzte die Arme üͤber der Bruſt. Der Rava verlebte jeden Tag in der Furcht, ſeine Boͤrſe oder ſeine Frau mit den Soldaten des Propheten theilen zu mäſſen, die Länge ſeines Kleides und die Größe ſeines Kalpacks waren ihm durch Fermans vorgeſchrieben.. Die Kaffeehaͤuſer hatten damals ihre täglichen Beſuche von Dpiumfreſſern mit ihren Konvulſionen und PVerzuͤckungen; die Pforten des Serails ihre Lrophäenz die Kreuzwege ihre Dpferz man ſah den Bakal mit dem Dhr an die Thuͤre ſeines Ladens ge⸗
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