ihn fuͤr den groͤßten Luͤgner des Reichs. Seine unge⸗ heure Thaͤtigkeit macht, daß man ihn uͤberall ſieht⸗ er verwaltet die Straßenpoltzei und ſpricht im Divan. Er war es, der im Augenblicke der Einnahme von Adrianvpel durch die Ruſſen mit 1600 Mann durch die Straßen von Konſtantinopel zog, und die Ueber⸗ reſte der Janitſcharen in Ordnung hielt. Er will ſeine Truppen ſelbſt in den Waffen uͤben und bezah⸗ len; er ſtahl, ſo zu ſagen, den taktiſchen Lehrmei⸗ ſtern ihre Buͤcher und ſchriftlichen Auffaͤtze, um in der Folge ihres Raths entbehren zu koͤnnen.
Dieſe beiden Männer ſind nicht ohne große Ta⸗ lente, aber fur ſie und ihren Herrn muͤßte Mohammed ein neues Wunder thun, um ſie von allen Fehlern ihrer Nation zu reinigen.
Der Armenier Caſſas⸗Artin, ein alter Diener der Familie Duz⸗Uglu, zu deren Sturz er mitwirkte, iſt einer der Urheber der Verfolgungen gegen die Ka tholiken; er hat es ſo welt gebracht⸗ das ganze S zu kaufen.
In der Mitte die ſes Hofes, den ic nur in eini⸗ gen Zuͤgen darſtellte, arbeitet der Sultan an der Wiedergeburt des Reichs.
Er hat bereits angefangen mit den andern Mich⸗ ten Verbindungen anzuknuͤpfen, und zwar nicht meht nach alter barbariſcher Sitte. Vormals als die Tuͤr⸗ ken die Europaͤer nur durch Dragomans kannten, und noch glaubten, es koͤnne gar keine Politik ohne Ju⸗


