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mehrere feſte Schloͤſſer, den europͤiſchen gegen⸗ üͤber, die Muͤndung des Kanals des ſchwarzen Meeres. Das Fort auf der europäiſchen Seite liegt in der Mitte von Felſen; das Haus des Paſcha ſteht im europäiſchen Style dabei. Gegen Dſt brechen ſich die ungeſtuͤmen Fluten des Pontus Eu rinus ſchäumend an dem Felſen, welche dem Fort von Fa⸗ nari zum Grunde dienen. Es ſteht einſam, aber furchtbar, und gibt bei finſterer Nacht durch den dum⸗
pfen Ton eines Sprachrohres den Schiffenden das Zei⸗
chen ſich vom ufer entfernt zu halten. ungefaͤhr s0 Schritte vom ufer entdeckt man die Inſel Cyanea—
gleichfalls nur ein Felſen— mit ſichtbaren Ueberreſten
des Alterthums. Die Zeit hat die lateiniſche Inſchrift unleſerlich gemacht, und kaum erkennt man noch, daß die Buchſtaben lateiniſche ſind.
Gegen Norden von Bujukdereh iſt das Thal von Domusdereh, und an deſſen Ende ein halb verfallener Thurm. Er traͤgt allgemein den Namen la Tour dOvide, weil man dafuͤr haͤlt, daß Ooid
in demſelben geſtorben ſey. Der Thurm iſt viereckig,
und hat 11 Schritte in der Laͤnge und s in der Breite, und iſt in einer oͤden einſamen Gegend eine Stunde von dem ſchwarzen Meere gelegen. Weil aber To⸗ misvar(Eski⸗Pargana) Dvid's Verbannungsort im ſiliſtriſchen Paſchalit liegt, ſo iſt die Meinung, daß dieß anfaͤnglich ein Wacht⸗Thurm war, von welchem


