Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Aklom und Karalom, fallen nahe bei Ruſchtſch in die Donau.

Am folgenden Tage ſetzten wir unſere Reiſe zu Pferde fort, und hoͤrten bei unſerm Zuge durch die Stadt von den Minarets herab das Rufen der Mue⸗ ſin oder Gebet⸗Ausrufer. Sie ſingen vom hoͤchſten Thurme der Dſchamie:Gott, Hoͤchſter! ich bekenne, daß kein Gottiſt außer Gott. Ich bekenne,daß Mobammet der Prophet Got⸗ tes iſt. Kommt zum Gebet! Kommt zum Zufluchtsorte, wo ihr Heil findet! Großer Gott, es iſt kein Gott außer Gott! Alle ſroͤmten zu den Bethaͤuſern. So ritten wir durch dieſes Schauſpiel hinaus. Gewoͤhnlich ging es dann im kleinen Trabe; doch erklimmten wir auch nicht ſelten Berge im ſchnellen Laufe, und gallopirten hinab. Man muß ſich dazu entſchließen, wenn man ſich nicht dem Spotte des tuͤrkiſchen Kriegers Preis geben will. Die meſſingen, breiten, ſchweren und beſchwerlichen Steigbuͤgel an kurzen Riemen ſchinden mit ihren ſcharfen Kanten und Spitzen die Pferde jaͤmmerlich auf. Man laßt ſie des Tages öfters ausruhen, ohne daß ſie gefüttert werden. Die tuͤrkiſchen Pferde ſind von ſchoͤnem Baue und ungemein gelehrig. Sie werden ſehr rein und glaͤn⸗ jend durch haͤufiges Waſchen mit Seife gehalten, mit dicken Zeugen und Kappen bedeckt und beßaͤndig an⸗ gebunden, daß ſie ſich nicht niederlegen. Sie werden des Tages einmal getraͤnkt und gefuͤttert. Ihr eigener