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Nun bin ich an der Donau, welche ihre Fluthen majeſtaͤtiſch dahin waͤlzet. Seit meiner Abreiſe von Wien ſah ich zu Ofen die Donau das letzte Malz bier trafen wir wieder zuſammen, nachdem ſie gegen 600 Meilen, ich nicht volle 200 zuruͤckgelegt hatte.
Ich beſtieg mit meinen Begleitern eine Tſchaik. Wir naͤherten uns der Inſel Stoboſia, welche hier der Donau romantiſch entſteigt. Ein furchtbares Kaſtell, welches uͤber die Gegend herrſcht, ſteht dro⸗ hend da. Die Veberfahrt dauert zwei gute Stunden: denn der reißende Strom dehnt die gerade Linie ſehr in die Schiefe. Die zerſtoͤrten Feſtungswerke, nahe am Ufer mahnen an die Tapferkeit der Ruſſen, welche dieſelben 1841 erſtuͤrmten. Wir ſtiegen uͤber die Leiter an das Land, und eilten in das naͤchſte Kaffeehaus, um zu beſchließen, ob wir ſchlafen oder reiſen ſollten. Die uns begleitenden Janitſcharen ſtimmten gegen das weitere Reiſen, und es blieb dabei.
Ruſchtſchuk, auch Ruſdſchuk, Ruſſi,
Roſezig, Ruſchtuk, eine der beruͤhmteren Han⸗ delsſtaͤdte des tuͤrkiſchen Reiches mit einem Kaſtelle⸗ iſt an der Donau auf Anhoͤhen gelegen, welche ſich auf einer Ebene erheben. Sie hat einen großen Um⸗ fang, 6— 6000 Haͤuſer und einen bedeutenden Handel. Die meiſten aus den oͤſterreichiſchen Staaten uͤber Bukareſt nach Konſtantinopel Reiſenden ſetzen von hier uͤber Schumla und Kolidſcha den Weg bis Varna fort, wo ſie ſich einſchiffen. Zwei Fluſſe,


