Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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108 geſtuͤtzt, umhaͤuft von vielen Pavieren. Er ſchrieb wie die Morgenlaͤnder auf den Knien. Bei unſerem Ein⸗ tritte richtete er ſich ſogleich auf und ruͤckte ſeinen Kalpak. Wir nahmen auf dem Divan Platz und lei⸗ teten nach den gewoͤhnlichen Hoͤflichkeitsbezeugungen in franzoͤſiſcher Sprache das Geſpraͤch auf verſchiedene

BGegenſtaͤnde, wobei der Fuͤrſt eben ſo ſcharſe Beur⸗

theilung, als ausgebreitete Kenntniſſe blicken ließ. Wir wurden mit Pfeifen bedient. Statt der Zugglo⸗ cken bediente er ſich des Haͤndeklatſchens fuͤr ſeino Dienerſchaft. Die koͤniglich baieriſche Familie ſchien ihn fuͤr den Augenblick zu intereſiren, indem

er die Portraits J. J. MM. des Koͤnigs und der

Koͤnigin von Baiern, Sr. k. Hoheit des Kronprinzen und des Prinzen Sugen, wie Ihrer Majeſtaͤt der Kaiſerin von Deſterreich alle geſchabt vorzeigte, und mich um die Ueberſetzung der deutſchen Unter⸗ ſchriften bat. Bei dem Weggehen begleiteten uns mehrere ſeiner Hofbedienten die Treppe hinab, denen man, wie den Leibwachen, Geſchenke macht. Ihrs Titel und Aemter ſind mit jenen zu Konſtantino⸗ vel gleichartig. Die Regierungsform iſt eine theils eingeſchraͤnkte, theils uneingeſchraͤnkte Monarchie. Der Fuͤrſt vereinigt in ſeiner Perſon die hoͤchſte Ge⸗ walt, ihm ſteht der Divan der vornehmten Bejaren zur Seite.

Die Fuͤrſten unterhalten zwei Gattungen Kuriere: die einen beiben Lipeani und werden nur im Lande