Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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langenden Sinne. Nicht weit von Ofen in der Graner⸗Geſpannſchaft, faͤngt der Weg an hoͤ⸗ kericht zu werden, das Land wird bergichter, Huͤgel iſt an Huͤgel gereiht; aber doch hat auch die Natur zwiſchen dieſelben breite Thaͤler mit vieler Anmuth geſchoben. Das Land, welches ich durchreist bin, bot den Anblick der reichlichſten Fruchtbarkeit dar. Unter den Ein Johnern fand ich viele Deutſche und Slavenz ia in der Wieſelburger Geſpannſchaft gibt es ſo viele Deutſche, daß man es ſich kaum verſieht, ſchon in Ungarn zu ſeyn. Hingegen hat ſich die Raa⸗ ber Geſpannſchaft ziemlich rein⸗ungariſch er⸗ halten.

Ofen, als eine der merkwuͤrdigeren Staͤdte die⸗ ſer Reiſe, ließ einen bleibenden Eindruck in meiner Seele zuruͤck. Ich moͤchte es zeichnen; aber ſchon ſind die Pferde umgeſpannt; wir eilen fort, es iſt noch Nacht; es geht uber Peſth, Sarokſar,Colthaze. Der gute Weg hat ſein Ende erreicht. Alles iſt voll Sand, in welchen kleine zerbrochene Muſcheln gemengt ſind; die wenigen Steine allda ſind gleichfalls aus dem Sande gebacken. Hin und wieder nur zeigt ſich ein Ackerfeld; auch fehlt es an guten Viehweiden in dieſen Wuͤſten. Ganze Schagren von Adlern, Trap⸗ den ꝛc. ſchweben in der Luft, und eine Menge anderer Vogel flattert um die Moräſte. Zahlloſe Muͤcken ver⸗ kümmern Menſchen und Thieren die warme Jahres⸗ Zeit. Im Sommer bernſcht bei Tage die großte Hitze,