Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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2.

Sobald man Bujuckdereh im Ruͤcken hat', be⸗ merkt man ſowohl auf der europaͤiſchen als auf der aſiatiſchen Kuͤſte unverkennbare Spuren eines Vul⸗ kan, mehrere Stunden weit. Ueberall ſößt man auf gethuͤrmte Maſſen und unordentlich durcheinander ge⸗ worfene Erdſchichten. Es zeigen ſich Jaspis⸗Arten von verſchiedenen Farben, Karneole, Achate, Kalze⸗ done in ganzen Adern und Gaͤngen, zwiſchen mehr oder minder umgewandelten Porphyren u. ſ. w⸗

In einiger Entfernung vom Thale Bujuckde⸗ reh kommt man an ein Dorf, welches die Griechen Selektrina und die Tuͤrken Sariken nennen, und am Eingange des alten Golfs Seliktrinum liegt. Jetzt erblickt man da eine furchtbare im Jahre 06 errichtete Batterie von 25 Kanonen ſchweren Kalibers, deren Exbauer der Ingenieur Monnier war. Nicht weit von hier ſteht das Schloß von Europa⸗ Rumeli Kavak, wo 1783 Touſſaint eine Bat⸗ terie erbaute, welche Monnier 794 verbeſſerte. Die Ruinen in der Naͤhe des europaͤiſchen Schloſſes ſind Ueberbleibſel der ehemaligen genueſiſchen Feſtung, welche dieſen Platz einnahm. Der Fluß, welcher ſich in dieſer Gegend mit dem Meere vereinigt, fuͤhrt von ſeinem Goldſande den Namen Cryſorhoas.

Auf einer Anhoͤhe gegen Norden, nahe bei dem Fluſſe, Kand der Thurm Timen mit einem Fanar⸗ um den Schiffen den Eingang in den Bosphorus zu