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veſonders bei den Großen, beſteht in Abbildungen des Tempels(Kehabeh) zu Mekka, und des Grab⸗ mals des Propheten in Medina; jedoch voͤllig ohne Figuren. Gewoͤhnlich ſind dieſe Gemälde uur ſehr ſelten.
X, Gallerie von Gemaͤlden der Sultane im Kaiſerlichen Serail.
Die Eitelkeit und Eigenliebe bewog ohne Zweifel die Sultane Osman I. und Orkhann I., ſich ma⸗ len zu laſſen, um das Andenken an ihre Perſon in ihrer Familie und den Nachkommen zu hinterlaſſen. Die nachfolgenden Großherrn ahmten dieſes Beiſpiel, nach, und ſo entſtand jene koſtbare Sammlung von Portraits, welche ſich jetzt im großen Serail in einen Kabinette des Sultan befinden.
Die Gemaͤlde find in Del auf feiner Pappe ge⸗ malt, welche die Geſtalt eines Buches in Quart, un einen ſehr reichen Einband hat. Herr Chevaliel d Ohrſſon hatte das Gluͤck, dieſe ganze Samw lung zu ſehen, als ſie aus der Reſidenz gebrach wurde, um neu eingebunden zu werden.
Jedes Gemaͤlde bat eine Inſchrift in türkiſchel Verſen, und gewöhnlich in einem ſehr emphatiſchen pomphaften Style. Auf dem jeder Abbildung gegel uberſtehenden Blatte ſchildern oder 4 Verſe die Lu genden und Eigenſchaften jedes Sultans, und d merkwürdigſten Ereigniſſe ſeiner Regieruns, neblt do


