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ein großer Fels, oder eine Kruͤmmung der Ufer. Die Reiſenden kamen an mehrern kleinen Inſeln voruͤber, deren ufer mit Heerden von Schafen und ganzer Schaaren wilder Tauben bedeckt waren. Als Muͤller
die luſtigen Schwaͤrme von einem Felſen zum andern
am Ufer hinflattern ſah, erkannte er Homers Kuͤ⸗ ſten, von ſchuͤchternen Tauben umflattert.
In das Lager zuruͤckgekebrt fand Muͤller den groͤßten Mangel. Dft machte er mit Griechen Streifzuͤge auf halbreiſe Citronen und Feigen. Bei warmer Witterung hatten ſie auch mit ihren gefraͤßi⸗ gen Paraſiten in den Hemden zu kaͤmpfen. Jeder ſuchte ſich ein Plaͤtzchen im Freien, um dieſe Hand⸗ lung ungeſtoͤrt vornehmen zu koͤnnen. Einſt wurden ſie in dieſem Geſchaͤfte durch den Ausruf: Turchi, Turchi! geſtoͤrt. Auch war wieder Fleiſch ange⸗ kommen, ſie aber mußten mit leerem Magen abziehen und fanden nach einem vierſtuͤndigen Kampfe bei ihrer Rückkehr ihre zuruͤckgelaſſene Speiſe von andern Griechen aufgezehrt. Bei dieſem Zuge erbielt Muͤller einen Prellſchuß auf die Wade.
Der Mangel an Lebensmitteln wurde immer groͤ⸗ ber und das Brod ſo ſchlecht, daß man es bei dem groͤßten Hunger kaum hinunterbringen konnte. In den ſteilen Gebirgsſchluchten wurden die Anſtrengun⸗ gen groͤßer, die Koſt aber wurde ſchlechter. Hehzbirnen
und Schlohen waren oft etwas koͤſtliches. Fieberanfaͤlle


