Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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hellenen lag die halbe Stadt in Aſche; das Serail in Truͤmmern und dem Boden gleich, wurde noch immer von den Griechen mit Abſcheu genannt. Die tuͤrkiſchen Haͤuſer waren meiſt zerſtoͤrt und zum Cheile mit den Gebeinen der Erſchlagenen ansefuͤllt. Ganze Haufen von Leichnamen lagen außerhalb der Stadt noch unbeerdigt. Viele Türken ſollen ſich ſelbſt mit Weibern und Kindern verbrannt haben, um nicht in die Haͤnde der Griechen zu fallen. Einige tuͤrkiſche Sklavinnen, welche Muͤller ſah, befan⸗ den ſich in dem elendeſten Zuſtande und konnten kaum ihre Bloͤße bedecken. Dieſe ungluͤcklichen Ge⸗ ſchoͤpfe verrichteten die gemeinſten Arbeiten und muß⸗ ten ſich verſchiedene Mißhandlungen der rohen grie⸗ chiſchen Soldaten gefallen laſſen. Sie ſollten aus vornehmen Familien ſeyn.

Tripolizza nimmt einen großen Umfang ein⸗ hat viele keinerne, runde Thuͤrmchen und enge und ſchlechte Straſſen. Die vornehmſten turkiſchen Haͤuſer ſind zu Kanzleien und Gefaͤngniſſen eingerich⸗ tet; die Moſcheen in chrißliche Kirchen umgeſchaffen⸗ Das Verſammlungszimmer der Senatoren iſt ein gro⸗ ßer Saal, mit allerlei groben bunten Gemaͤlden, nach türkiſchem Geſchmacke ausgeſtattet. An der Haupt⸗ ſtraſſe der Stadt beünden ſich auf beiden Seiten Laden von Kaufleuten und Handwerkern; eine andere Straſſe iſt mit lauter Speiſehaͤuſern angefuͤllt, in welchen unreinlich gekocht wird. In andern Straſſen ſiebt