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durch ſeine Quslitaͤt ausgezeichneten Daback hervor. Andere Ausfuhr-⸗Gegenſtaͤnde Albaniens ſind Korn, Bauholz, Wolle, Del ꝛe.
Auch in litterariſcher Bilduns zeichnen ſich die Griechen von ihren uͤbrigen Landsleuten aus, wozu ihr Vermoͤgen, ihre auswaͤrtigen Verbindungen und Reiſen ſehr viel beitragen. Faſt zwei Dritttheile der neueſien in neugriechiſcher Sprache erſchienenen Werke ſind Ueberſetzungen aus andern Sprachen, werden zu Wien, Venedig, Leipzig, Moskau und Paris gedruckt, und durch Griechenland vertheilt. Zu Joannina treiben mehrere Buchbaͤndler ſehr vortheilhafte Geſchoͤfte mit ſolchen Werken. Es giht 2 Akademien in der Stadt, auf welchen der groͤßte Theil der jungen Griechen unterrichtet wird. Auf dem Gymnaſium, deren Fond's ebenfalls in der Bank zu Moskau lagen, werden Sprachen, Geſchichte, Geographie und mehrere Zweige philoſophiſcher Wiſ⸗ ſenſchaften gelehrt. Die zweite Lehranſtalt iſt fuͤr juͤngere Schuͤler beſtimmt, und beruht groͤßtentheils auf Stiftungen der Familie Soſimades.
Die Lebensweiſe der Griechen zu Jvannina iſt zwar im Ganzen ſehr einfach; doch gibt ihre natuͤr⸗ liche Lebhaftigkeit jeder Geſellſchaft um ſo mehr charak⸗ teriſtiſches, wenn der Reiz derſelben durch auslaͤndiſche Bildung der Tbeilnehmer erhoͤht wird. Die Frauen⸗ zimmer erhalten faſt gar keine Erziehung, find von aller Geſellſchaft ausgeſchloſſen, und verlaſſen gewoͤhn⸗


