Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Aragvi lauft durch ein herrliches Tbal, kommt von dem Berge St. Chriſtoph in einer dem Derek entgegengeſetzten Richtung herab, und hat keinen ſo reißhenden Lauf, wie der Derek. Von Zeit zu Zeit bemerkt man, entweder einzeln ſtebend, oder bei den hier zahlreichen Doͤrfern, viereckige Thuͤrme mit Truͤm⸗ mern von Mauern und Feſtungen, welche faſt alle aus Stein oder Ziegeln waren, und beinahe auf den Gipfeln der Gebirge, wie am Rheine ſtanden. An den Ufern des Aragvi werfen die Hirten die Schafe in den Fluß, und befreien ſie ſo vom Schmutze. Dieſe ſind von kleiner Geßalt und gekraͤuſelter ſeidenartiger Wolb. Hier gibt es auch viele Eſel.

Die Quarantaine von Ananur it 23 Werſte von Paſſanaur entfernt. Bei ihr muͤſſen die von dem Kaukaſus kommenden Reiſenden halten. Die alte Stadt Ananur, auf der Haͤlfte eines großen Berges gebaut, hat außer dem Schloſſe nur einige 40 Huͤuſer⸗ und bloß 200 Einwohner. Faſt alle Wohnungen ſind nach dem Gebrauche Georgiens in die Erde gegra⸗ ben. Die Luft iſt geſund.

Die Feſtung Duſchett, 11 Werſte von Ananun hat keine Wichtigkeit. Das Dorf Gharthis⸗Kart iſt 3a Werſte entfernt, und nach s Werſten gelangt man auf Mtskhetha, der ehemaligen Hauptſtadt Georgiens, und der Reſidenz ſeiner Könige. Sein⸗ Truͤmmer dehnen ſich auf dem linken Kur⸗ufes bis zu der Stelle, wo der Aragvi in dieſen Flus