Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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wandt, hat einen laͤnglichen Pals, und einen mit Zähnen bewaffneten Mund. Zwei Phalanxe, wel⸗ che man uns der Seltenheit wegen ſchickte, brachten wir in ein Gefaͤß zuſammen. Sogleich ſtuͤrzten ſie auf einander los, und faßten einander bei dem Munde. So blieben ſie lange, bis endlich die kleinſte, des Kampfes muͤde, zu entfliehen ſuchte. Wir aber ſtießen ſie wieder in das Gefäß hinab; der Kampf begann von Neuem; die groͤßere faßte die kleinere bei dem Halſe, tiß ihr den Kopf ab, und verſchlang ſie mit der großten Begierde. Zuweilen laͤßt man auch Skor⸗ vione mit Phalanren kaͤmpfen. Der Biß der Phalanx ik nur dann gefährlich, wenn man nicht gleich Huͤlfe anwendet. Als Heilmittel dient Del vder ein anderer fetter Koͤrper.

Außer den Phalanxen gibt es in Georgien Lat⸗ ſendfuͤße, Tarendeln und Schlangen, deren Biſſo mehr oder weniger giftig ſind.

Nach unſerer Abreiſe aus Waſcherp kamen wir Mittags in ein ſehr ſchönes Dorf am balben Abhangs eines Berges, 3 Werſte von Mokozange. Wir tran⸗ ken auf georgiſ ze Art aus großen ſilbernen Sup⸗ ven⸗Loͤffeln, welche von einem Gaſte zum andern gingen; der Wein, dem Medokweine viel ahn⸗ lich, ſteigt nicht in den Kopf. Nach Ciſche reisten wir durch das Dorf Mokozange, und ſetzten unſern Weg in Waͤldern fort, wo die Eiche vorherrſchte, und wo man ſeht ſchoͤne Ahorn⸗Baͤume, Sycomopen,