Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Den zo. September erreichten wir mit Koſaken⸗ Pferden das 30 Werſte entlegene Baku. Das Land, welches man durchreist, iſt entvoͤlkert, und mit un⸗ fruchtbaren Ebenen und Huͤgeln unterbrochen. Sechs Werſte von dieſer Stadt entdeckt man auf dem Gipfel eines ziemlich hohen Berges den kaſpiſchen See⸗ und Baku im Hintergrunde eines Golfes.

VIII. Zu Baku empfing uns der Oberſt Meli⸗ coff, ein Armenier, ſehr wohlwollend, und behielt uns gaſtfreundlich waͤhrend unſeres Aufenthaltes an ſeiner Tafel. Die Stadt, unter dem 390 30 N. B. und unter dem 600 De. L., lehnt ſich an den Berg Beſchbarmak. Gegen die See hat ſie die Geſtalt etnes Dreieckes; die Moſchee bei dem ehemaligen Pa⸗ late, welchen Abbas Tl., Koͤnig von Perſien er⸗ baut, iſt ihr hoͤchſter Punkt. Baku beſteht aus einer großen Feſtung, oder der eigentlichen Stadt, und aus einer Vorſtadt. Die Straßen der Stadt ſind ſchmal, in der Vorſtadt aber breit, und gerade. Faſt alle Haͤuſer haben eine Terraſſe, deren Pberflaͤche aus Erde mit Naphtha vermiſcht beſteht, und ſo dem Regen undurchdringlich wird.

Der Bazar bietet Waaren aus Perſien und Ruß⸗ land in reichlicher Anzahl dar. Wegen des Pflaſters der Stadt aus großen platten Steinen iſt ſie ſtets rein⸗ lich. Der lebhafte Handel ſank, ſeitdem der ruſſiſche Tarif einen großen Theil der Waaren, welche von