Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

298 der Koͤnig auf, beſtieg ſein Roß, und kehrte nach dem Palaſte in derſelben Ordnung zuruͤck, in welcher er ibn verlaſſen hatte.

Außer der koͤniglichen Reſideni in der Zitadelle der

Stadt befinden ſich noch2 lieblichere in der Nachbar⸗ ſchaft. Eine heißt Tackt⸗i⸗kajer, welche zum Auf⸗ enthalte des Koͤnigs in den heißeſten Monaten dienen ſoll, aber ſelten von ihm bewohnt wird. Jedoch haͤlt ſich hier eine ziemliche Auzahl der Frauen des ko⸗ niglichen Harems auf, welche er nicht zur Begleitung auf ſeinen andern Reiſen mitnimmt. Der Palaſt an dem großen Abhange des Elbor gewaͤhrt in der Ferne einen ſehr praͤchtigen Anblick. Herrliche Terraſſen. ſchoͤne Gaͤrten vermehren die Pracht des Gebaͤudes. Der andere koͤnigliche Palaſt Neg auriſtan, bloß 1/2 Meile von der Stadt entfernt, iſt ausgezeichnet durch ſeinen herrlichen Garten. Hier ſtaunte ich auch uͤber den Anblick zweier Roſenbaͤume, volle 14 Fuße hoch, mit Tauſenden von Bluͤthen belaſtet, in jedem Grade von Erhaltung und einer Zartheit des Geruchs,

daß die ganze Atmoſphaͤre mit den ausgeſuchteſten Wohlgeruchen gewuͤrzt war. Die Roſe wird in ganz

Perſien ſorgfaͤltig gewartet und beſonders hoch ge⸗ ſchaͤtzt. Die Gärten und Hoͤfe der Eingebornen ſind mit Roſenbüſchen und Baͤumen bepflanzt; ihre Zim⸗ mer mit Vaſen geziert, welche voll Roſen ſind, und jedes Bad iſt mit vollkommen aufgebluͤhten Roſen be⸗

treut, welche man von den ſtets voll baͤngenden Baͤu⸗

.