Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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alles übertrifft, was es jetzt noch im Reiche gibt. Sie iſt auf Befehl des Fuͤrſten befeſtigt worden, und iſt daher mit einer dicken Mauer umgeben, welche Thuͤrme und Baſtionen nebſt einem ſehr tiefen trockenen Gra⸗ ben ſchuͤtzen. Das Ganze betraͤgt im Umfange 6,000 Pards. Jenſeits dieſer Grenze, gegen Nord und Dſt, erſtrecken ſich die Vorſtaͤdte, welche zwiſchen den Rui⸗ nen und dem zerriſſenen Boden eines Platzes empor⸗ ſteigen, welcher ſonſt einen Theil der alten Stadt ausmachte. Vier Thore fuͤhren in die neue Stadt. Kachdem ich den groͤßten Theil der koͤniglichen Re⸗ ſidenz beſehen hatte, ſo brachte man mich auch zur Befriedigung meiner Neugierde in das Anderuhn, das abgeſonderte Gemach fuͤr Frauen und Sklavinnen. Ein großes praͤchtiges Zimmer nahm beinahe die ganze Länge von einer der Seiten des Vierecks ein. Die Fenſter machten eine beſonders glaͤnzende Wirkung,

indem ſie in eine Menge ſonderbarer Formen oder Bil⸗

der abgetheilt waren.

In einer Ecke des Hofes fuͤhrte eine kleine Thͤre zum Bade. Wir traten hinein, und gingen durch einen ſehr ſchmalen Gang. Als wir eine oder zwei Beu⸗ gungen gemacht hatten, kamen wir in einen geraͤumi⸗ gen Saal von achteckiger Geſtalt. Seine Kuppel wurde von 4 Säͤulen getragen, welche ſich an ihrer Grundlage in einem ſteinernen Sitze endigten, welcher rund um das Zimmer geht, und auf dem Teppiche auogebreitet liegen, wenn die ſchoͤnen Badenden ſich