Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Seitenlocken zierlich geſlochten und an den Enden ge⸗ kraͤuſelt ſind. Unſer Weg fuͤhrte uns uͤber eine bohe lehmige Ebene, mit niedrigen Baͤumen, meiſtens Mimoſen, dann an den Rand eines großen Sumpfes, in deſſen Naͤhe Bedeguna lag. Das Gebiet von Vedeguna gehörte fruher zu Bornuz die Ein⸗ wohner ſind Bornuer und ſprechen ihre Landes⸗ ſprache. Das Land hat viele Staͤdte und Döͤrfer, und bringt viel Guſſub, Mais und Bamnwolle. Vieh⸗ beerden ſah man in großer Zahl. Das vorzuglichſte. Werkzeng zum Ackerbau iſt eine Hecke, die ſie ſelbß aüus dem im Lande gegrabenen Eiſen verfertigen. Sio gebrauchen bei der Erndte ein krummes Meſſer, und ſchneiden nur die Aehren ab⸗ dieſe verwahren ſi in runden, mit Stroh gedeckten Huͤtten von Lehm oder Matten, die auf Holzbloͤcken ruhen, um nicht dio Erde zu beruͤhren. Die Koͤrner trennen ſie von den Huͤlſen, indem ſie mit den Haͤnden ſie reiben, und 2 Steine dienen zur Muhle. Einen Pflug fanden wer nicht mehr ſuͤdlich von Sokna. Das Land gegen Suͤd⸗ oſt und Suͤdweſt ſcheint ein einziger Sumpf, der in der Regenzeit ganz unter Waſſer ſeht; und 12 Miles ſudweſtlich von Bedegunaliegt der See Zum⸗ brun. Die nachſte Stadt, die wir erreichten, war Sanſan,(im Arabiſchen bedeutet es:Verſamm⸗ lung.) Die Stadt erhielt ihren Namen von einem Sultan von Bornou, der dort ſein Heer zur Er⸗ oberung von Hauſſa zuſammeukomiuen ließ. Die