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fand das Gericht aͤußerſt wohlſchmeckend. Zu Ga⸗ trone wie zu Tegerhy, ſchlugen wir unſer Zelt in einem Gehoͤlze von Palmen auf; die Baͤume ſchuͤtzten uns bei Tage gegen die Sonnenſtrahlen, des Nachts gegen den Oſt. Das ſanfte Rauſchen des Windes zwi⸗ ſchen den ſich langſam bewegenden Zweigen, war fuͤr uns etwas Neues und Erfreuliches, und die edle, naͤhrende und fruchtbare Palme ſchien in unſern Au⸗ gen vollkommen Abulfedas Lob zu verdienen:„die ſtattliche Dattelpalme, ihr ſchwankes Haupt, gekroͤnt mit herabhaͤngenden Fruchttrauben, ſenkt ſich ſchmachtend, wie das einer ſchoͤnen Frau, die der Schlaf bewaͤltigt.“
An einem Sonntag zogen wir in Mourzuk ein, und nahmen Beſitz von unſerer alten Wohnung. Alle begruͤßten uns nach unſerer Ruͤckkehr; wir hatten Schuͤſſeln mit Bazeen und Kouskoſou des Nachts und des Morgens, und Beſuche vom Anbruch des Tages bis ſpaͤt nach Sonnenuntergang, obgleich wir weder Thee, noch Kaffee, noch Zucker hatten, ſie zu bewir⸗ tben, wie bei unſerer erſten Auweſenheit.—
Dies war die Reiſe von Kouka nach Loggun, welche dem ſuͤdoͤſtlichen Theile von Mittel⸗Afrika zu⸗ gewendet iſt. Nun ſollen unſere Leſer uns begleiten in die weſtlichen Gegend von Kouka, nach Kauoo und Sakatov.—
Die naͤchſte Richtung der Reiſe von Kouka aus ging nach Alt⸗Birne, von dem wir ſchon oben Melduns thaten; wir zogen dann an den ufern einer Kette


