Bornuer verfertigen ſehr gute Netze aus Fäden, die von einer perennirenden Pflanze, Kalimboa genannt, geſponnen werden. Die Geraͤthſchaften zur Fiſchetei find klug erſonnen, aber ſehr einfach; zwei große Kuͤrbiſſe werden an den beiden aͤußerſten Enden eines langen Bambusrohres befeſtigt, dann bringt ſie der Fiſcher in den Fluß, ſetzt ſich ſchrittlings zwiſchen den Fuͤrbiſſen, ſchwimmt den Strom hinab und witft ſein Netz aus; er hat Schwimmer von Rohrſtuͤcken und Gewichte bei ſich, die ans kleinen ledernen, mit Sund gefüllten Saͤckchen beſtehen. Ehe er ſein Netz auß⸗ sleht, geht er gegen den Strom, indem er mit Haͤn⸗ den und Fuͤßen rudert; ſo wie er dann das Net her⸗ ausbringt, legt er es vor ſich hin, und mit einer Art Keule, die er dazu bei ſich fuͤhrt, gibt er jedem Fiſch einen Schlag, der ihn betaͤubt. Hat er ſeinen Zug
gethan, ſo nimmt er den Fang heraus und wirft ihn in die hohlen Kuͤrbiſſe, die oben offen ſind; ſobald dieſe gefüllt ſind, ſchwimmt er zum Ufer, leert ſe aus, und kehrt zu ſeinem Geſchaͤft zuruͤck.
Ueber Lari traten wir die Reiſe in die Wuͤſte an. Auf dem ganzen Weg hatten wir die Frende zu be⸗ merken, daß, obgleich es unſere erſten Verſuche wa⸗ ren, die Wüſte zu durchwandern, wir eben ſo gut, wenn nicht beſſer, als unſere Gefaͤhrten fortkamen; und obgleich ſie auf dieſem Boden geboren und erzo⸗ grn waren, blickten ſie auf uns, ſtatt daß es umge⸗ kehrt bätte ſeyn ſollen, um Sicherheit und Schutz zu


