Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

279 mit den Namaquas entſtanden ſind. In Hinſicht der Kleidung, ihrer Waffen, muſikaliſchen Inſtrumente, Neigung zur Jagd ꝛc. unterſcheiden ſie ſich nicht von den ſie umgebenden Voͤlkern. Nur durch ihre Zier⸗ rathen zeichnen ſie ſich von allen Nachbarn aus. Alle ihnen zum Putze dienenden Sachen ſind aus den Bein⸗ knochen der Schafe verfertigt, und von einer blenden⸗ den Weiße. Ihre Weiber ſind von angenehmer Bil⸗ dung und luſtiger Gemuͤthsart, und zum Lachen und

Tanzen bettaͤndig bereit. Mit dieſem muntern Weſen

verbinden ſie große Sittſamkeit.

Keine Afrikaniſche Voͤlkerſchaft fand ich ſo uneigennuͤtzig als die Gheyſſiguois. Dbwohl ich keine Waaren zum Tauſche für ſie hatte, ſo verſaben ſte uns mit Milch in Menge, und beſchenkten uns mit einigen Schafen. Von einigen Gheyſſi⸗ guvis begleitet, kam ich endlich geſund in meinem Lager zur groͤßten Freude meiner Untergebenen an. Die Gbeyſfiguois waren in meinem Lager ſehr wohl vergnuͤgt, und da ſie gut genaͤhrt wurden, dachte keiner von ihnen an die Ruͤckreiſe. Bei ibrer Abreiſe beſchenkte ich ſie reichlich. Die Tochter des Anfuͤhrers erhielt meinem Verſprechen zu Folge das Geſchenk fuͤr

ihren Vater; ihr ſelbſt gab ich ein rothes Tuch, und einige weiße Glasperlen, welche ihr ſehr zu gefallen

ſchienen. Man begeguete ihr in dem Lager mit vieler Achtung. Bei ihrer Doilette war ich zuweilen Augen⸗ zeuge, und obgleich ihr Putz immer der naͤmliche war,