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261 bildet, die ſich von dem unten gelegenen Voden ba⸗ traͤchtlich erhob, und Hoͤhlungen und Gaͤnge enthielz. Die meiſten unſerer Ochſen verfanken oft einen hal⸗ ben Fuß tief; auch wir hatten hinlänglich mit dieſer Unbeguemlichkeit zu kämpfen. Hiezu kam noch ein weit ſchlimmerer Zuſtand, welcher uns faſt in Ver⸗ zweiflung brachte. Das Zuruͤckprallen der Sonnen⸗ ſrahlen von dem, auf der ganien Oberfiaͤche zerſtreus liegenden, kriſtalliſirten Salze vermehrte nicht allein den Grad der Hitze, ſondern wurde auch ſeiner Hef⸗ tigkeit wegen fuͤr unſere Augen ſehr gefaͤhrlich. Der feine Staub, welcher dieſes Sals bedeckte, erhob kch bei dem geringſten Winde, und bildete dichte Staub⸗ wolken, welche uns zum Theile in die Augen zogen, und dieſelben ſehr empfindlich reizten. Da wir bei dem Athemholen einen Lheil dieſes Staubes durch
die Naſe einzogen, ſo wurdenunſere Naſem ebenfalls
angegriffen, und jeder klagte uͤber ein unertraͤgliches Jucken. Unſere Lippen wurden ſo gereit, daß ſie bei der geringſten Bewegung bluteten.
Um ſich gegen dieſe Plage zu ſchuͤtzen, verfem tigten ſich meine Begleiter eine Art Kopfputz, wel⸗ cher einige Aehnlichkeit mit jenem der Bauernweiben um Straßburs hatte, wenn ſie im Sommer auf dem Felde arbeiten. Ich ſelbſt verfertigte mir eine Art Augenſchirm, welcher mein Geſicht gegen die het⸗ tigen Strahlen der Soune, und gegen den beißenden Staub zugleich ſichern konnte. Auf eine noch weit


