Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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werden. Da ich in der Pflanzenkunde ſehr unwiſſend war, ſo begnuͤgte ich mich, die ſchoͤnſten Blumen ab⸗ zubilden, und Saamen zu ſammeln. Anch trocknete ich einige zwiſchen Papier, ovſchon dieſe Methode dis eigentliche Form der Pflanze durch das Duetſchen zwiſchen dem Papier vernichtete. Auch ſieht eine Blume, welche in Afrika purpurfaͤrbig war, wenn man ſie getrocknet nach Europa bringt, der Farbe des Tabacks, oder einer duͤrren Zwiebelſchale gleich. Wie kann man aber die Natur ſolcher Pflunzen an todten und eutfaͤrbten Blaͤttern erkennen?

I. Am 11ten September brach ich bei großer Hitze auf; nach zwei Stunden fanden wir einen Waſſer⸗ Bebaͤlter in der Mitte eines Felſen. Meine Hunde batten bereits in großer Entfernung das Waſſer ge⸗ wittert, und ſprangen haſtig ein, um ſich zu badenz allein es war vergiftet von der Wolfsmilch. Zwei meiner Hunde, welche getrunken hatten, lagen gleich am Rande des Behaͤlters in Zuckungen. Die uͤbrigen trieb ich ſchnell aus dem Waſſer; den beiden Kranken ließ ich ofters Thran eingießen. Dieſes verurſachte hef⸗ tiges Erbrechen, welches ihre Geneſung befoͤrderte; doch füblten ſie faſt 14 Tage einige Rachwehen, und bo⸗