Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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beſingen ſie die Ereigniſſe des Tags in vielfachen Wiederholungen, und veranlaſſen dadurch den Irr⸗ thum, als beten ſie den Mond oder die Geßtirne an. Ihre Taͤnze ſind nach groͤßern oder kleineren Sirkeln gebildet, paarweiſe und ſymetriſch vertheilt. Manch⸗ mal laſſen ſie einander los, um den Takt zu ſchlagen, oder mit den Haͤnden zu klatſchen. Zu ihrer rohen Inſtrumental⸗Muſik fuͤgen ſie ununterbrochen das Wort Ho⸗Ho zu. Im ganzen ſind ihre Tänze mehr eine laͤcherliche beluſtigende Pantomime.

IW. Unwahr iſt, daß die Gonaquas ſich be⸗ ſchneiden laſſen; wohl unterſcheiden ſie ſich vor andern Wilden durch eine uͤberaus lange Vorhaut. Ich habe bei verſchiedenen Horden ein ſehr zuruͤckhaltendes und ſittſames Betragen gefunden; nur durch fortgeſetzten Umgang mit den Kolonie⸗Hottentotten koͤnnen ſie dieſen Vorzug verlieren.

Die Geſtalt der Hottentotten iſt hochſt vollkom⸗ men, der Gang leicht und annehmlich, alle Bewe⸗ gungen ſind ungezwungen; darin unterſcheiden ſie ſich von den Wilden des mittoͤgigen Amerika, welche man nur als ſehr unfoͤrmliche Geſtalten der Menſch⸗ heit betrachten kann. Alle Weiber ſind ſchoͤn gebaut, mit feineren Zuͤgen verſehen. Bedienen ſie ſich auch keiner Sandalen, ſo ſind doch ihre Haͤnde und Füße gewoͤhnlich klein und ſchoͤn. Die weibliche Kehle gibt ihrer Sprache eine gpoße Annehmlichkeit, und