Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Felen der Schafe bekleiden, ſondern nur mit jenen der Kaͤlber. Am Halſe tragen ſie ein Stuͤck Elfenbein, oder einen ſehr weißen Schafs⸗Knochen, welcde Zier⸗ rath gegen ihre dunkle Haut⸗Farbe ſehr gut abſticht. Bei ſehr großer Hitze legen ſie alle ihnen laͤſtigen Kleidungs⸗Stuͤcke bis auf die Jacke ab, welche, wie die Bedeckung ihrer Scham⸗Theile, aus der Kalbs⸗ Haut genommen iſt. Die Weiber der Gonaquas bedecken ihre Scham⸗Theile mit einem groͤßeren und zierlichen Schuͤrzchen, als die andern Hottentotten, und bei großer Hitze behalten ſie nur noch ein Stück Haut, vem Guͤrtel bis an die Wade. Maͤdchen, welche das neunte Jahr noch nicht erreicht haben, tragen kein Schuͤrichen.

Mein Hottentotte, welchen ich als Begleiter der Horde des Haabas in ihr Lager mitgehen ließ, kehrte Abends mit zwei neuen Gonaquas zuruͤck, welche mir einen fetten Ochſen als Geſchenk ihres Anführers uͤberlieferten.

Des andern Morgens ging ich in Geſellſchaft un⸗ ſerer neuen Gaͤſte auf die Jagd der Voͤgel, und er⸗ legte einen großen Geier, einen gans unbekannten Ku⸗ kuk und einige neue Fliegen⸗Schnepper, welche letz⸗ tere mit einer Bruͤbe zubereitet, viel ſchmackhaſter waren, als die Perln⸗ und Rebhuͤhner. Auf der Ruck⸗ kehr nach dem Lager begegnete mir in einer Entfer⸗ nung von etwa 200 Schritten eine Heerde von Bu⸗ balen, durch einen Schuß aus dem Karabiner erlegte