Teil eines Werkes 
5,3 (1832)
Entstehung
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heit waren, ſo verhandelte ich, da ich nach Landes⸗ Sitte wieder leben wollte, meine Toͤpfe, Schüſſeln und ſonſtigen europaͤtſchen Hausrath, an die Mann⸗ ſchaft der beiden Schiffe gegen ein gutes Pulverhors, Eiſenwerk, Hammer, Saͤgen, Fetlen, Naͤgel und dergl. m. Endlich lud ich den Capitain Cvok und ſeine vornehmſten Pffiziere beider Schiffe ein, bei ih⸗ rem Freund und erkenntlichen Omai eine Mahlzeit einzunehmen. Sie kamen alle und gefilen ſich ſo wohl bei mir, daß ſie ihren Beſuch dreimal wiederhol⸗ ten und jedes Mal mit der frugalen Bewirthung ihres Freundes ſich begnuͤgten. Eines Abends, als ich den Capitain Cook nach ſeinem Boote zuruͤckbegleitete, zog er mich auf die Seite, hielt mir folgende Rede, die ich als ſeinen letzten Willen betrachte:

Mein Freund! ich warte jetzt bloß auf einen guͤn⸗ ſtigen Wind, um die Anker zu lichten und Dich zu verlaſſen.(Er ſprach ſehr langſam und unterbrochen.) Wir haben Dir alles Gute erwieſen, das in unſerm Vermoͤgen ſtand, und was Dir angenehm ſeyn konnte. Du biſt nun der reichſte Bewohner dieſer Inſel; der Koͤnig, die Regenten, die Oberhaͤupter ſind arm im Vergleiche gegen Dich. Ich fuͤrchte indeſſen, daß Deine Lage im Kurzen bei weitem nicht ſo gluͤcklich ſeyn moͤchte, als ſie es war, bevor Du uns kannteſt. Vielleicht biſt Du zu ſehr an die Bequemlichkeiten unſeres verfeinerten Lebens gewoͤhnt.