Teil eines Werkes 
5,3 (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

273

Werth bei weiten alle die Kleinigkeiten, die von den Inſulanern waren entwendet worden.

Zwiſchen den Tages⸗ und Abendtaͤnzen ſpeiſte Cvok am Land und lud den Poulaho, eine vornehme Frau und einige andere Perſonen ein. Dieſe geladene Dame verwirrte einigermaßen unſere Begriffe, die wir uns von der Hoheit eines Koͤnigs von Tonga⸗ taboo gemacht hatten; denn nur ſie allein ſpeiſte mit Cvok. Gleich nach dem Eſſen naͤherte ſie ſich dem Koͤnig, der ſich ehrerbietig vor ihr bückte und ſeine Haͤnde unter ihre Fuͤße legte, worauf er ſich wegbegab. Einen Augenblick nachher tauchte Pou⸗ laho ſeine Finger in ein Glas Wein und alle ſeine Leute eilten ihre Koͤpfe unter ſeine Füße zu legen. Das war das einzige Mal, daß wir ihn ſahen einer andern Perſon Ehrfurcht bezeugen. Als wir nachher fragten, warum der Koͤnig ſich dieſer Demuͤthigung unterworfen, da er doch leicht weggehen und ſie ver⸗ meiden konnte; ſo erhielten wir bloß zur Antwort, die Dame ſey von hoͤherm Range. Wir verſtunden dieß um ſo weniger, da wir wußten, daß die Weiber auf den Eylanden der Suͤdſee eben in keiner großen Achtung ſtunden, aber Fenon erklaͤrte mir nachhor dieß Raͤthſel. Der letzte Koͤnig, der Vater Poula⸗ bo's, hatte eine aͤltere Schweſter, die an einen Mann von Fejee verheiratbet war und einen Sohn und zwei Toͤchter hatte; mit der einen Lochter wohnte ſie zu Vavao, die andere aber wohnte zu Tanga,