Teil eines Werkes 
5,3 (1832)
Entstehung
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die dritte und laͤngſte nannten ſie De tau Poai, der Winter, die Zeit der Trockenheit und Duͤrftigkeit;z ſie begann im Julius und dauerte bis Dktober.

Auch 30o Namen fuͤr die Tage des Monats kannten ſie; indeß zaͤhlten ſie nicht nach Tagen, ſondern nach Naͤchten und wenn ſie fragen wollten: wie viele Tage ſind es? ſagten ſie: Rui hia aenei? wie viele Naͤchte? Die ſiebenzehnten, achtzehnten und neun⸗ zehnten Naͤckte, unmittelbar nach dem Vollmonde, wurden als die Zeit angeſehen, wo die Geiſter mehr als in den anderen Tagen umherwandelten; auch wa⸗ ten dieſe dunkeln Naͤchte am meiſten den Dieben gün⸗ ſtig. Die Eintheilung der Tage in Stunden oder der Tage in Wochen war ihnen unbekannt, obgleich ſie fuͤr einzelne Zeittheile des Tages Benennungen hat⸗ ten. Um ihren Handelsverkehr mit der eivileſirten Welt zu erleichtern, haben die Miſſionaͤre, welche ih⸗ nen das Chriſtenthum brachten und lehrten, die Mo⸗ natsnamen und Wochentage, wie ſie in England uͤb⸗ lich ſind, eingefuͤhrt. Das Wort Hebedoma wurde zur Bezeichnung der Woche in ihre Sprache aufgenom⸗ men; doch bedient ſich das Volk lieber des Wortes Sabbath. Wenn ein Eingeborner ſagen will, daß er eine Reiſe von ſechs Wochen gemacht habe, ſo wird er gewoͤhnlich ſechs Sabbathe oder einen Monat und 2 Sabbathe ſägen.

Wenn man den uneiviliſirten Zuſtand dieſer Voͤl⸗ kerſchaften und ihren Mangel an Schriftſprache er⸗ 14. Bd. Reiſen um die Welt. V. 3. 2