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ren huͤbſch in Purau⸗Matten und einheimiſches Tuch gekleidet, trugen Strohhuͤte und hatten ein ſehr wuͤr⸗ diges Anſehen. Es waren ihrer zo, unter ihnen fuͤhrte einer Namens Tapuni den Vorſitz und war deßhalb durch einen Buſch ſchwarzer und rother Federn auf feinem Hute von den uͤbrigen ausgezeichnet. Hun— derte von Menſchen umringten das Viereck, in wel⸗ chem die Richter ſaßen. Nun wurden 2 junge Leute herbeigefuͤhrt, die ſich ruhig am Fuße des Baumes niederſetzten. Dieß waren die Angeklagten. Man be⸗ ſchuldigte ſie, einige Brodfruͤchte geſtohlen zu haben. Schweigen und Ernſt herrſchte unter der Verſamm— lung. Tapuni erhob ſich nun und befahl den Juͤng⸗ lingen aufzuſtehen, was ſie auch unverzuͤglich thaten. Nachdem er ihnen ihr Verbrechen vorgehalten hatte, was nicht zu laͤugnen war, da ſie auf friſcher That ertappt worden waren; ſo bemerkte er ihnen, daß ſie ſich einer Empoͤrung ſchuldis gemacht, indem ſie das Geſetz gebrochen, die Autoritaͤt des Koͤnigs verachtet und ihrem Vaterlande eine Schmach angethan haͤtten. Einer der jungen Leute geſtand hierauf aus freiem An⸗ triebe, er habe den Diebſtahl begangen und ſeinen Gefaͤhrten uͤberredet, mit ihm die Beute zu theilen. Zeugen werden bei ſolchen Faͤllen ſelten vernommen⸗ da die Angeklagten meiſt freiwillig ihre Schuld be⸗ kennen und der Gerechtigkeit des Gerichtshofes unbe⸗ dingt vertrauen. Dieß iſt ein merkwuͤrdiger Umſtand und die beiden Reiſenden erhielten die Verſicherung⸗


