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ſeine Schaluppe mit einem Offſieſer nach ihr ab. In groͤhtem Staate, mit einem Sonnenſchirm in der Hand, kam ſie an, und erfieg muͤh ſam die Schiffs⸗ treppe, an der Kotzebue mit mehrern Dfficieren ſis empfing. Gleich beim Eintritt, da ſie auf europaͤiſchs Weiſe einen Knix machen wollte, verlor ſie das Gleich⸗ gewicht, und waͤre in's Waſſer gefallen, wenn nicht ein Paur handfeſte Matroſen ſie in ihren Armen auf⸗ gefangen haͤtten. Alles auf dem Schiffe erhielt ibren großen Beifall. Ein Sopha, das in der Cajuͤte ſtand, ſaß die korpulente Majeſtät gleich durch. Ihre be⸗ ſondere Aufmerkſamkeit erregte das Portrait des Kai⸗ ſers Alexander, dem gegenuͤber ſie ſich nun auf die Diele ſetzte. Kotzebue ſetzte ihr Wein vor, der ibr ſehr gut zu ſchmecken ſchien, weßbalb er ihr auch noch eine Bouteille ſchenkte, wozu ſie ſich auch Glaͤ⸗ ſer ausbat, die ſie beim Fortgeben gleich ſelbſt ohne alle Umſtaͤnde vom Liſche wegnahm.
unterdeſſen war auch eine andere Gemahlin Ta⸗ meamea's, Kahumana, von D Tuai mit dem Bruder des Königs, einem a jährigen Knaben, in Hanaruro angekommen- Auch ihr ſtattete Kotze⸗ bue einen Beſuch ab, und wurde ſehr gnaͤdig em⸗ pfangen. Sie war weit aͤlter, als No mahannaz; ibr Geſicht trug aber Spuren ehemaliger Schoͤnheit an ſich. Sie bewohnte ein eigenes, halb von Stein and balb von Holz erbautes Haus. Auch ſie trug auf dem Arme das Datum von Tameam ea's Tode.


