Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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wollte, beſchloſſen ſie die Geliebte iu ermorden, die auch ſogleich unter ihren Lanzenſtößen verblutete. Um den Scheiterhaufen⸗ auf welchem der Leichnam ver⸗ brannt wurde, verſammelte ſich die ganie Horde und ſang ein Lied, von dem einige unſrer Landsleute, die ſchon lange hier geweſen waren⸗ die Worte verſtanden: du warſt zu ſchoͤn; du durfteſt nicht leben. Man brauchte dich nur anzuſehen, um raſend zu werden. Kotzebue erhielt oͤfters am Schiffe Beſuche von Haͤuptlingen der Kaluſchen. Gewoͤhnlich kamen ſie mit ihrer ganzen Familie und Dienerſchaft, um das Schiff zu beſehen, ſich beſchenken zu laſſen, und ſich ſatt zu freſſen⸗ wofuͤr ſie denn ihre Dankbarkeit durch ihren gräulichen Nationalſiolz zu bezeigen ſuch⸗ ten. Die Weiber tanzten nicht, ſondern waren die Muſikanten. Ihr Geſang ward von dem dumpfen Schall des Tambourins vegleitet, und dabei mit den Fuͤßen taktmaͤßig geſtampft. Die Erfriſchungen, welche Kotzebue ihnen bei der Pauſo reichen ließ, beſtanden in Tabacksblaͤttern, welche ſogleich von beiden Ge⸗ ſchlechtern mit großen Gier ins Maul geſteckt wurden⸗ worauf Muſik und Tanz mit neuer Kraft begann. Am Ende des Spektakels wurde die Lieblingsſpeiſe der Kaluſchen, ein Brei von Reis mit Syrup, gekocht, in doͤlzernen Schalen aufgetragen, um den ſie ſich lager⸗ ten und ihn hoͤchſt unappetitlich, bloß der ſchmutzigen Haͤnde ſich bedienend, verſchlangen. Zum Abſchied echielten ſie immer einen Schluck Branntwein, von