Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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engliſchen Kanal, des ununterbrochenen Nebels we⸗ gen, gefaͤhrlich. Dennoch langte Kotzebue am 25. Auguſt glücklich auf der Rhede von Portsmuthan.

In London hielt ſich Kotzebue nur ſo lange Zeit auf, als erforderlich war, um die noͤthigen aſtro⸗ nomiſchen Inſtrumente, Seekarten und Chronometer ſich anzuſchaffen; jedoch konnte er erſt am 6s. Septem⸗ ber die Rhede wieder verlaſſen. Am folgenden Mor⸗ gen hatte das Schiff das Vorgebirge Portland er⸗ reicht, als ein contraͤrer Wind bei einem Aequinve⸗ tialſturm dasſelbe mit großer Gefahr wieder zuruͤck⸗ trieb. Zum zweitenmal verließ Kotzebue England, wurde aber bei nun eingetretener Windſtille noch neun Tage im Kanal aufgehalten, ehe er in den atlantiſchen Deean kommen konnte. Jetzt trieb ein friſcher Nord⸗ wind das Schiff ſüdwaͤrts, ſo daß es nach manchem Kampfe mit Stuͤrmen am 22. September die Paral⸗ lele von Liſfabon erteichte, und ſomit der Sturm⸗ region entruͤckt war.

Der guͤnſtige und friſche Paſſatwind brachte es ſchnell und bequem an die Inſel Teneriffa, wo Kotzebue mit dem Bedarf an Wein ſich zu verſehen beabſichtigte. Schon hatten unſere Seefahrer ihre, aus hohen, ſchroffen und ſchwarzen Lavafelſen beſte⸗ hende noͤrdliche Spitze erreicht, und ſegelten die ſuͤd⸗ liche Kuͤſte entlang, der Rhede von Santa⸗Cruz zu, als ſie an einer ſpitzen Anhoͤhe von ungefaͤhr tau⸗ ſend Fuß uͤber der Meeresſlaͤche einen Telegrapheß in