Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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Art mit purvurfarbigen Kaͤppchen, die Ringeltauben, verſchiedene Arten von Raben, die Baumlaͤufer u. ſ. w.

Aus der großen Anzahl von Feuern zu ſchließen, die man des Nachts, ſowohl laͤngs der Kuͤſte als tie⸗ fer in das Land hinein, unterſcheiden konnte, muß die Inſel Ombay ſehr ſtark bevoͤlkert ſeyn. Manche Doͤrfer ſind in den Schatten von Waͤldern gebaut, deren Vegetation in den feuchteſten Gegenden ſehr kraͤftig iſt. Mehrere andere Doͤrfer hingegen, worun⸗ ter eines der anſehnlichſten mit Namen Madama, unweit Bitouka, ſahen die Franzoſen zu ihrer Verwunderung, an den Graten der hoͤchſten Berge kleben, an Stellen, wo ſchwerlich ſuͤßes Waſſer zu finden iſt.

Die Eingebornen ſind im ganzen genommen von mittlerer Statur, manche ſehr wohlgeſtaltet und von kraͤftiger Leibesbeſchaffenheit; andere hager und von ſchwacher Complexion. Ihr ſchwarzer, olivenfarbiger Teint bietet mancherlei Nüancen dar. Der Geſichts⸗ winkel iſt bei den meiſten weniger weit offen, als bei den Bewohnern von Coupang. In der Regel ha⸗ ben ſie platte, einige jedoch auch wohlgebildete Naen. Ihte Lippen ſind dick; die Zahne geſchwaͤrzt und zum Theil durch den Gebrauch des Betels verdorben, die Mundhaut hellroth. Ihre ſchwarzen, langen, bald glatten, bald krauſen Haare tragen ſie meiſt in einem Büſchel hinten am Scheltel vermittels eines breiten Bandes aus Feigenbaumrinde zuſammengebunden.