Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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und von einem franzöſilen Vater abſtammend, wurde ſte in Samarang erzogen. Dutchaus unbekannt mit der Sprache ihres Vaters und nur wenig vertraut mit dem Engliſchen, welches ſite ebenfalls nicht ſprach, un⸗ terhielt ſie ſich in hollaͤndiſcher und malayiſcher Mund⸗ art. Mit einem ſchwarzbraunen Teint verband ſie ſchwarze, ſehr ſchoͤne Augen, und ſanfte, wohlwollende Geſichtszuge. Die Naͤgel, zumal den am kleinen Fin⸗ ger, trug ſie nach chineſiſcher Sitte, Lganz ungewoͤhn⸗ lich lang. Ihre, in den Augen eines Suropaͤers ſehr ſonderbare Kleidung beſtand in einem langen, ſchwarzen, der Laͤnge nach gleich einem Chorhemde in Falten gelegten Rocke und einem weiten, bis an die Knie reichenden Camiſole von derſeiben Farbe. Ihre ſchwarzen, volkommen glatten Haare waren bald hin⸗ ten in einem Chignon aufgebunden, bald liet ſie die⸗ ſelben frei uͤber die Schultern herabhaͤngen. Wenn ſie ausging, um Ceremonienbeſuche zu machen, ſo kleidete ſie ſich nach europaͤiſcher Sitte, doch jeder Zeit in ſchwarz ſeidene Stoffe.

Timor's Kuͤſte hinfahrend, erſchien bei jeder Landſpitze, die man umſchiffte, dem Auge Frey⸗ einets eine neue, in unmerkliche Abſtufungen ſich veraͤndernde Landſchaft. Nach und nach ward das Ge⸗ maͤlde ſchwaͤcher und verſchwand endlich gaͤnzlich⸗ doch nur um einem neuen Proſpecte Platz zu machen, den ſelöſt wieder mehr oder minder pittoresk, mehr oder weniger durch die glaͤnzenden Farben der Natur ver⸗